Faust-, Hand- und Ellbogentechniken

Hier finde ihr eine Auflistung von Angriffstechniken (Zuki, Uchi, Empi, Nukite), die in der Prüfungsordnung vor kommen, mit Erklärung und Bildern dazu.

Oi Zuki (押し突き)

Oi Zuki bedeutet wörtlich:
„Nachsetzstoß“ oder gebräuchlich „Vorwärtsstoß“

  • Oi (押し) = schieben / nachsetzen
  • Zuki (突き) = Stoß

So wird der Oi Zuki ausgeführt

  • Einen Schritt nach vorne
  • Gleichzeitig stößt die Faust auf der Seite des nach vorne gehendes Bein nach vorne
  • Der Stoß geht gerade nach vorne aus der Hüfte (meist Chudan oder Jodan)
  • Die Faust dreht sich kurz vorm Treffen um
  • Die andere Faust wird kräftig zur Hüfte zurückgezogen (Hikite)
  • Die Schultern zeigen, parallel zum Gegner
  • Die Hüfte bleibt grade
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil

Wichtige Punkte

  • Schritt und Stoß kommen gleichzeitig
  • Faust locker starten, erst am Ziel fest
  • Schultern bleiben locker
  • Blick geht immer zum Ziel

Merksatz für Anfänger:
„Schritt nach vorne – gleiche Seite stößt – Hüfte bleibt grade!“

Gyaku Zuki (逆突き)

Gyaku Zuki bedeutet wörtlich:
„Umgekehrter Stoß“ oder gebräuchlich „Gegengleich Stoß“

  • Gyaku (逆) = umgekehrt / entgegengesetz
  • Zuki (突き) = Stoß

So wird der Gyaku Zuki ausgeführt

  • Einen Schritt nach vorne
  • Gleichzeitig stößt die Faust der Gegenseite nach vorne, auf der Seite wo das Bein stehenbleibt
  • Der Stoß geht gerade nach vorne aus der Hüfte (meist Chudan)
  • Die Faust dreht sich kurz vorm Treffen um
  • Die andere Faust wird kräftig zur Hüfte zurückgezogen (Hikite)
  • Die Hüfte dreht stark mit
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil

Wichtige Punkte

  • Schritt und Stoß kommen gleichzeitig
  • Kraft kommt aus der Hüftdrehung, nicht nur aus dem Arm
  • Faust locker starten, erst am Ziel fest
  • Blick geht immer zum Ziel

Merksatz für Anfänger:
„Stand bleibt – Gegenseite stößt – Hüfte dreht mit!“

Ren Zuki (連突き)

Ren Zuki bedeutet wörtlich:
„Verbundene Stöße“, „Zweifach‑Fauststoß“ oder gebräuchlich „Doppelstoß“

  • Ren (連) = verbunden / aufeinanderfolgend
  • Zuki (突き) = Stoß

So wird der Ren Zuki ausgeführt

  • Du stehst im stabilen Stand (meist Zenkutsu‑Dachi)
  • Es werden zwei Fauststöße direkt nacheinander ausgeführt
  • Einen Schritt nach vorne
  • Gleichzeitig stößt die Faust auf der Seite des nach vorne gehendes Bein nach vorne (Oi Zuki)
  • Direkt danach stößt die hintere Faust (Gyaku‑Zuki)
  • Beide Stöße gehen gerade nach vorne
  • Die Hüfte dreht beim zweiten Stoß kräftig mit
  • Die jeweils nicht stoßende Hand zieht kontrolliert zur Hüfte (Hikite)
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil

Wichtige Punkte

  • Zwei klar getrennte Stöße, kein gleichzeitiges Schieben
  • Erster Stoß schnell, zweiter Stoß kraftvoll
  • Rhythmus: kurz – stark
  • Blick bleibt die ganze Zeit auf dem Ziel

Merksatz für Anfänger:
„Vorne stoßen – hinten stoßen – zwei klare Treffer!“

Sanbon Zuki (三本突き)

Ren Zuki bedeutet wörtlich:
„Dreifach Fauststoß“ oder gebräuchlich „Dreifach Stoß“

  • San (三) = drei
  • Bon (本) = Anzahl
  • Zuki (突き) = Stoß

So wird der Sanbon Zuki ausgeführt

  • Du stehst im stabilen Stand (meist Zenkutsu‑Dachi)
  • Es werden drei Fauststöße hintereinander ausgeführt
  • Einen Schritt nach vorne
  • Gleichzeitig stößt die Faust auf der Seite des nach vorne gehendes Bein nach vorne (Oi Zuki, Gyaku Zuki und Oi Zuki)
  • Die Fäuste stoßen abwechselnd (rechts – links – rechts oder umgekehrt)
  • Alle Stöße gehen gerade nach vorne (in der Kihon, der erste Stoß Jodan und die anderen zwei Chudan, in der Kata meisten Chudan)
  • Die Hüfte dreht bei jedem Stoß mit
  • Die jeweils nicht stoßende Hand zieht kontrolliert zur Hüfte (Hikite)
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil
  • Der Blick bleibt immer nach vorne gerichtet

Wichtige Punkte

  • Zwei klar getrennte Stöße, kein gleichzeitiges Schieben
  • Erster Stoß schnell, zweiter Stoß kraftvoll
  • Rhythmus: kurz – stark
  • Blick bleibt die ganze Zeit auf dem Ziel

Merksatz für Anfänger:
„Drei Stöße – drei klare Treffer – ruhig und sauber!“

Yoko Uraken (横裏拳)

Yoko Uraken bedeutet wörtlich:
„Seitlicher Rückfaustschlag“

  • Yoko (横) = seitlich
  • Ura (裏) = Rückseite
  • Ken (拳) = Faust

So wird der Yoko Uraken ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi oder Kiba‑Dachi)
  • Der Schlag kommt seitlich
  • Getroffen wird mit der Rückseite der Faust
  • Das Ziel liegt seitlich vor dir (z. B. Kopf oder Oberkörper)
  • Der Arm bewegt sich locker und schnell
  • Die Hüfte dreht leicht mit
  • Die andere Faust bleibt an der Hüfte (Hikite)
  • Nach dem Treffer wird der Arm sofort zurückgezogen, in manchen Fällen bleibt der Arm stehen

Wichtige Punkte

  • Der Yoko‑Uraken ist schnell, nicht gedrückt
  • Schulter und Arm bleiben locker
  • Kraft kommt aus Hüftdrehung und Schnelligkeit
  • Faust wird erst am Ziel kurz fest

Merksatz für Anfänger:
„Seitlich – Rückseite der Faust – schnell zurück!“

Kizami Zuki (刻み突き)

Kizami Zuki bedeutet wörtlich:
„Vorderhandstoß“ oder gebräuchlich „schneller Führhandstoß“

  • Kizami (刻み) = kurz / einschneidend
  • Zuki (突き) = Stoß

So wird der Kizami Zuki ausgeführt

  • Die vordere Faust stößt nach vorne
  • Kein Schritt nach vorne, nach vorne gleiten
  • Der Stoß geht gerade zum Ziel (meist Jodan)
  • Der Arm ist schnell und locker
  • Die Hüfte dreht nur leicht mit
  • Die hintere Faust bleibt an der Hüfte (Hikite)
  • Die Faust wird nach dem Treffer sofort zurückgezogen

Wichtige Punkte

  • Der Kizami‑Zuki ist sehr schnell
  • Weniger Kraft, mehr Geschwindigkeit
  • Schulter bleibt locker
  • Faust erst am Ziel kurz fest

Merksatz für Anfänger:
„Vordere Faust – kein Schritt – schnell rein und raus!“

Gyaku Age Empi (逆上げ肘)

Gyaku Age Empi bedeutet wörtlich:
„Umgekehrter aufwärts geführter Ellbogenstoß“ oder gebräuchlich „Aufwärts‑Ellbogenstoß mit der Gegenseite“

  • Gyaku (逆) = umgekehrt / gegengleich
  • Age (上げ) = anheben / aufwärts
  • Empi (肘) = Ellbogen

So wird der Gyaku Age Empi ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi)
  • Der Ellbogen der hinteren Seite wird benutzt
  • Der Ellbogen schlägt von unten nach oben
  • Ziel ist meist der Kopf‑ oder Kinnbereich
  • Der Arm bleibt eng am Körper
  • Die Hüfte dreht kräftig mit
  • Die andere Hand bleibt zur Kontrolle nah am Körper
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht

Wichtige Punkte

  • Schlag erfolgt kurz und explosiv
  • Kraft kommt aus Hüftdrehung und Körperbewegung
  • Ellbogen ist das Treffwerkzeug, nicht die Faust
  • Bewegung ist kompakt, kein weiter Ausholschwung

Merksatz für Anfänger:
„Hinterer Ellbogen – von unten nach oben – Hüfte dreht!“

Gyaku Mawashi Empi (逆回し肘)

Gyaku Mawashi Empi bedeutet wörtlich:
„Umgekehrter kreisförmiger Ellbogenstoß“ oder gebräuchlich „Kreisender Ellbogenstoß mit der Gegenseite“

  • Gyaku (逆) = umgekehrt / gegengleich
  • Mawashi (回し) = kreisend / schwingend
  • Empi (肘) = Ellbogen

So wird der Gyaku Age Empi ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi)
  • Der Ellbogen der hinteren Seite wird eingesetzt
  • Der Ellbogen bewegt sich halbkreisförmig von außen nach innen
  • Ziel ist meist der Kopf‑ oder Oberkörperbereich
  • Der Arm bleibt nah am Körper
  • Die Hüfte dreht kräftig mit
  • Die andere Hand bleibt schützend am Körper
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil

Wichtige Punkte

  • Bewegung ist kurz und kontrolliert
  • Kein weiter Ausholschwung
  • Kraft kommt aus Hüftdrehung und Körperrotation
  • Ellbogen ist das Treffwerkzeug, nicht Unterarm oder Faust

Merksatz für Anfänger:
„Hinterer Ellbogen – kreisend nach innen – Hüfte dreht!“

Shuto Uchi (手刀打ち)

Shuto Uchi bedeutet wörtlich:
„Handkantenschlag“

  • Shutō (手刀) = Handkante
  • Uchi (打ち) = Schlag

So wird der Shuto Uchi ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi oder Kokutsu‑Dachi)
  • Die Hand ist offen, Finger geschlossen
  • Der Daumen liegt fest an der Hand an
  • Geschlagen wird mit der Handkante (Kleinfingerseite)
  • Der Schlag erfolgt meist von außen nach innen
  • Ziel kann Kopf (Jōdan) oder Oberkörper (Chūdan) sein
  • Die Hüfte dreht mit, um Kraft zu erzeugen
  • Die andere Hand zieht kontrolliert zur Hüfte (Hikite)
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht

Wichtige Punkte

  • Handkante sauber formen
  • Schlag ist schnell und präzise, nicht gedrückt
  • Arm bleibt leicht gebeugt
  • Kraft kommt aus Hüfte und Körperrotation

Merksatz für Anfänger:
„Offene Hand – Handkante trifft – Hüfte dreht!“

Gyaku Shuto Uchi (逆手刀打ち)

Gyaku Shuto Uchi bedeutet wörtlich:
„Handkantenschlag mit der Gegenseite“ oder gebräuchlich „Umgekehrter Handkantenschlag“

  • Gyaku (逆) = umgekehrt / gegengleich
  • Shutō (手刀) = Handkante
  • Uchi (打ち) = Schlag

So wird der Gyaku Shuto Uchi ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi)
  • Die Technik wird mit der hinteren Hand ausgeführt
  • Die Handkante schlägt von außen nach innen
  • Ziel ist der Kopf‑ oder Halsbereich (Jodan)
  • Die schlagende Hand ist offen, Finger geschlossen
  • Die Hüfte dreht kräftig mit
  • Die andere Hand zieht kontrolliert zurück (Hikite)
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht

Wichtige Punkte

  • Handkante sauber formen (Daumen angelegt)
  • Schlag ist schnell und präzise, nicht gedrückt
  • Kraft kommt aus Hüftdrehung und Körperrotation
  • Arm bleibt leicht gebeugt, nicht durchstrecken

Merksatz für Anfänger:
„Hintere Hand – Handkante – zum Kopf – Hüfte dreht!“

Haito Uchi (背刀打ち)

Haito Uchi bedeutet wörtlich:
„Schlag mit der inneren Handkante“ oder gebräuchlich „Handkantenschlag mit der inneren Handkante“

  • Haitō (背刀) = innere Handkante (Daumenseite
  • Uchi (打ち) = Schlag

So wird der Haito Uchi ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi oder Kokutsu‑Dachi)
  • Die Hand ist offen, Finger geschlossen
  • Der Daumen liegt fest an
  • Geschlagen wird mit der inneren Handkante (Daumenseite)
  • Der Schlag erfolgt meist von innen nach außen
  • Ziel ist häufig der Kopf‑ oder Halsbereich
  • Die Hüfte dreht mit, um Kraft zu erzeugen
  • Die andere Hand zieht kontrolliert zur Hüfte (Hikite)
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht

Wichtige Punkte

  • Handkante sauber formen, Daumen gut anlegen
  • Schlag ist schnell und präzise, nicht gedrückt
  • Arm bleibt leicht gebeugt
  • Kraft kommt aus Hüftdrehung und Körperrotation

Merksatz für Anfänger:
„Innere Handkante – von innen nach außen – Hüfte dreht!“

Gyaku Haito Uchi (逆背刀打ち)

Gyaku Haito Uchi bedeutet wörtlich:
„Umgekehrter Schlag mit der inneren Handkante“

  • Gyaku (逆) = umgekehrt / gegengleich
  • Haitō (背刀) = innere Handkante (Daumenseite)
  • Uchi (打ち) = Schlag

So wird der Shuto Uchi ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi)
  • Die Technik wird mit der hinteren Hand ausgeführt
  • Geschlagen wird mit der inneren Handkante (Daumenseite)
  • Die Hand ist offen, Finger geschlossen
  • Daumen zur Handfläche geschoben
  • Der Schlag geht meist von innen nach außen
  • Ziel ist häufig der Kopf‑ oder Halsbereich
  • Die Hüfte dreht kräftig mit
  • Die andere Hand zieht kontrolliert zur Hüfte (Hikite)
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht

Wichtige Punkte

  • Daumen gut anlegen, Handkante sauber formen
  • Schlag ist schnell und präzise, nicht gedrückt
  • Arm bleibt leicht gebeugt
  • Kraft kommt aus Hüftdrehung und Körperrotation

Merksatz für Anfänger:
„Hintere Hand – innere Handkante – von innen nach außen!“

Nukite (貫手)

Nukite bedeutet wörtlich:
„Durchdringende Hand“ oder gebräuchlich „Speerhand“

  • Nuki (貫) = durchdringen / stoßen
  • Te () = Hand

So wird der Nukite ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi)
  • Die Hand ist offen
  • Alle Finger sind gestreckt und eng geschlossen
  • Der Daumen liegt fest an
  • Die Hand stößt gerade nach vorne
  • Ziel sind meist weiche Körperstellen (z. B. Hals, Solarplexus, Bauch)
  • Die Hüfte dreht mit, um Kraft zu erzeugen
  • Die andere Hand zieht kontrolliert zur Hüfte (Hikite)
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil

Wichtige Punkte

  • Finger immer geschlossen und gespannt
  • Stoß ist präzise, nicht mit roher Kraft
  • Arm bleibt leicht gebeugt, nicht durchstrecken
  • Kraft kommt aus Stand, Hüfte und Körperrotation

Merksatz für Anfänger:
„Offene Hand – Finger geschlossen – gerade stoßen!“

Gyaku Tate Nukite (逆縦貫手)

Gyaku Tate Nukite bedeutet wörtlich:
„Umgekehrter senkrechter Speerhandstoß“ oder gebräuchlich „Senkrechter Speerhandstoß mit der Gegenseite“

  • Gyaku (逆) = umgekehrt / gegengleich
  • Tate (縦) = senkrecht
  • Nuki (貫) = durchdringen / stoßen
  • Te () = Hand

So wird der Gyaku Tate Nukite ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (meist Zenkutsu‑Dachi)
  • Die Technik wird mit der hinteren Hand ausgeführt
  • Die Hand ist offen, Finger gestreckt und eng geschlossen
  • Der Daumen liegt fest an
  • Die Hand stößt gerade nach vorne, senkrecht ausgerichtet
  • Ziel ist meist der Hals‑, Solarplexus‑ oder Brustbereich
  • Die Hüfte dreht kräftig mit
  • Die andere Hand zieht kontrolliert zur Hüfte (Hikite)
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil

Wichtige Punkte

  • Finger immer geschlossen und gespannt
  • Stoß ist präzise, nicht mit Kraft gedrückt
  • Arm bleibt leicht gebeugt, nicht durchstrecken
  • Kraft kommt aus Hüfte, Stand und Körperrotation

Merksatz für Anfänger:
„Hintere Hand – Finger geschlossen – senkrecht stoßen – Hüfte dreht!“

Yoko Empi (横肘)

Yoko Empi bedeutet wörtlich:
„Seitlicher Ellbogenstoß“

  • Yoko (横) = seitlich
  • Empi (肘) = Ellbogen

So wird der Yoko Empi ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (meist Kiba‑Dachi)
  • Der Ellbogen wird seitlich eingesetzt
  • Der Schlag erfolgt waagerecht nach außen oder nach hinten
  • Getroffen wird mit der Ellbogenspitze
  • Ziel ist meist der Rippen‑, Bauch‑ oder Kopfbereich
  • Der Arm bleibt eng am Körper
  • Die Hüfte dreht mit, um Kraft zu erzeugen
  • Die andere Hand bleibt schützend nah am Körper
  • Der Oberkörper bleibt aufrecht und stabil

Wichtige Punkte

  • Bewegung ist kurz, schnell und kontrolliert
  • Kein weiter Ausholschwung
  • Kraft kommt aus Hüftdrehung und Körperrotation
  • Ellbogen ist das Treffwerkzeug, nicht der Unterarm

Merksatz für Anfänger:
„Seitlich stoßen – Ellbogen trifft – Hüfte dreht!“

Uraken Uchi (裏拳打ち)

Uraken Uchi bedeutet wörtlich:
„Schlag mit der Rückseite der Faust“ oder gebräuchlich „Rückfaustschlag“

  • Ura (裏) = Rückseite
  • Ken (拳) = Faust
  • Uchi (打ち) = Schlag

So wird der Uraken Uchi ausgeführt

  • Du stehst stabil im Stand (z. B. Zenkutsu‑Dachi oder Kiba‑Dachi)
  • Der Schlag erfolgt schnell und locker
  • Getroffen wird mit der Rückseite der Faust
  • Der Arm bewegt sich kurz und peitschenartig
  • Ziel ist meist der Kopf‑ oder Oberkörperbereich
  • In diesem Fall kommt die Faust von oben
  • Ablauf der Techniken anschauen, welche Variante besser ist von oben oder seitlich
  • Die Hüfte dreht leicht mit
  • Die andere Hand bleibt an der Hüfte (Hikite)
  • Nach dem Treffer wird die Faust sofort zurückgezogen

Wichtige Punkte

  • Schlag ist schnell, nicht gedrückt
  • Schulter und Arm bleiben locker
  • Faust wird erst am Ziel kurz fest
  • Bewegung ist kompakt, kein weiter Schwung

Merksatz für Anfänger:
„Rückseite der Faust – schnell schlagen – sofort zurück!“

Bilder wurden von Sami Dhaouadi käuflich erworben, © Fiore Tartaglia | www.ft-karate.com | Spectra Verlag